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LEONI-Aktie: gemischte Q1-Zahlen präsentiert


15.05.2012
Montega AG

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Hendrik Emrich, Analyst der Montega AG, stuft die Aktie von LEONI (ISIN DE0005408884 / WKN 540888) unverändert mit "kaufen" ein.

LEONI habe heute seine Q1-Zahlen veröffentlicht, die eher gemischt ausgefallen seien. Während sich der Bordnetzbereich (Wiring Systems Division, WSD) positiv entwickelt habe, sei die Performance im Kabelsegment (Wire & Cable Solutions, WCS) enttäuschend gewesen, was jedoch auch an Sondereffekten gelegen habe. Der Konzernumsatz sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,4% auf einen neuen Rekordwert von 969,1 Mio. Euro gestiegen.

Dank des deutlich ausgebauten Geschäfts in den BRIC-Staaten, neuen Produktanläufen (Mercedes A und B-Klasse, BMW 3er und Fiat Panda), der robusten Verfassung des Truckmarkets und v.a. der Konsolidierung der koreanischen Tochter Daekyeung (Umsatzanteil Q1: 27,4 Mio. Euro) habe der WSD-Umsatz insgesamt um 14% auf 570 Mio. Euro gesteigert werden können. Auch die Profitabilität im WSD sei mit einer EBIT-Marge von 7,7% (7,0% im VJ) positiv ausgefallen.

Enttäuschend sei dagegen die Entwicklung des WCS-Bereichs gewesen, der v.a. aufgrund des deutlich gesunkenen Kupferpreises in Q1 einen Umsatzrückgang von knapp 3% auf 399,1 Mio. Euro verzeichnet habe (bereinigt +1%). Darüber hinaus sei das mit einem Umsatzanteil von rd. 40% kleinere Segment durch die Schwäche des Solarsektors und des margenstarken Bereichs Infrastrukturkabel (Projektverschiebungen u.a. infolge des kalten Winters) sowie höheren Rohstoffkosten (v.a für Kunststoffe) belastet worden.

Die Tatsache, dass sich das EBIT auf 50 Mio. Euro dennoch fast verdoppelt habe, sei dem Umstand geschuldet, dass im März der Verkauf der Studer Hard AG (EBIT-Effekt: 29,5 Mio. Euro), der für LEONI zu extrem vorteilhaften Konditionen erfolgt sei, verbucht worden sei. Auf bereinigter Basis habe die EBIT-Marge von 5,1% deutlich unter dem Margenziel von rd. 7% gelegen.


Angesichts des gemischten Jahresauftakts habe der Vorstand wie erwartet an der Guidance für 2012 (3,8 bis 4,0 Mrd. Euro Umsatz, EBIT 260 bis 310 Mio. Euro inkl. Verkauf Studer) festgehalten. Die Analysten hätten ihre Schätzungen leicht reduziert, würden aber weiter von einer Zielerreichung ausgehen.

Angesichts der anhaltenden Schwäche der südeuropäischen Automärkte, auf denen LEONIs größter Kunde PSA (Umsatzanteil bei Bordnetzen ca. 14%) traditionell stark vertreten sei, hätten die Analysten jedoch auch die Prognosen für die Folgejahre leicht reduziert. Aktuell werde diese Entwicklung durch die robuste Verfassung der Premiumhersteller noch mehr als kompensiert. Bislang hätten die Analysten keine Indikation, dass sich diese "Zweiteilung des Automobilmarktes" abschwächt bzw. ändere.

Das laufende Jahr dürfte nicht wie das Jahr 2011 von einer mehrfachen Anhebung der Guidance geprägt sein und sich im Topline-Wachstum spürbar abschwächen. Dennoch sollte sich die Marge in Richtung der Zielmarke von 7% steigern lassen (Montega-Prognose: 6,8% ohne Sondereffekte). Das Management habe im Rahmen der Telefonkonferenz zudem bestätigt, dass eine mögliche Umsatzgrößenordnung von 4 Mrd. Euro für 2012 eine anhaltend gute Performance des Premiumsegments bedingen würde, was sicherlich gewisse Risiken berge.

Zudem sei die Erwartungshaltung des Kapitalmarktes (Analysten würden eher mit einer Zielerreichung am oben Ende der Guidance rechnen) angesichts der automobilen Sonderkonjunktur mittlerweile recht hoch, was ein gewisses Enttäuschungspotenzial beinhalte.

In Anbetracht dieser Risiken haben die Analysten der Montega AG ihr Kursziel leicht von 50,00 Euro auf 48,00 Euro gesenkt und bestätigen die "kaufen"-Empfehlung für die LEONI-Aktie. Die LEONI-Aktie bleibe mit einem KGV von 6 und einem EV/EBITDA von 3,5 die günstigste Aktie unter den deutschen Automobilzulieferern. Insofern ergebe sich angesichts der heutigen Schwäche des Aktienkurses eine attraktive Investmentopportunität. (Analyse vom 15.05.2012) (15.05.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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